Grundlegende Informationen zu Sprache und Bildung
Es ist das Ziel der Landesregierung, dass der Bildungserfolg aller Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen verbessert wird und sie einen höchst möglichen Bildungsabschluss entsprechend ihrer individuellen Begabungen erreichen können. Eine zentrale Bedeutung bei der Verbesserung der Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit kommt dabei der Beherrschung der deutschen Sprache zu. Daher legt das Niedersächsische Kultusministerium auch einen Schwerpunkt auf die Sprachbildung und Sprachförderung.
Für die Sprachbildung und Sprachförderung in den niedersächsischen Kindertagesstätten stellt das Land beispielsweise jährlich rund 32,5 Millionen Euro zur Verfügung. Diese besondere Finanzhilfe gemäß § 31 NKiTaG dient der Unterstützung der alltagsintegrierten Sprachbildung und Sprachförderung und wird den örtlichen Trägern der Jugendhilfe auf Antrag gewährt.
Sprachförderung findet in Niedersachsen anschließend an allen Schulformen statt, in den öffentlichen allgemeinbildenden genauso wie in den berufsbildenden Schulen. Vor dem Hintergrund der weiterhin steigenden Flüchtlingszahlen und den häufig sehr tragischen Hintergründen und traumatisierenden Fluchterfahrungen bei den Kindern, die aus Kriegs- und Krisengebieten zu uns kommen, ist dies eine große Herausforderung und anspruchsvolle Aufgabe. Das Land dankt den Lehrkräften, Schulleitungen und allen, die sich im schulischen Bereich engagieren sowie allen pädagogischen Kräften, die sich im vorschulischen Bereich in Kindertagesstätten einsetzten.
Es gibt in Niedersachsen seit langem differenzierte Förder- und Beratungskonzepte, auf die Schulen zurückgreifen können. Der Ende 2023 in Kraft getretene Erlass zur schulischen Förderung von Deutsch als Zweit- und Bildungssprache (DaZ/DaB) sowie der Anfang 2025 in Kraft getretene Erlass zur schulischen Förderung von Mehrsprachigkeit dienen den Schulen als Leitlinien. Informationen zu diesen Erlassen, aber auch weitere Informationen zu den Themen der Sprachbildung und Interkulturellen Bildung sowie Hilfestellungen finden schulische Akteurinnen und Akteure aber auch Erziehungsberechtigte auf dem Themenportal zur Sprachbildung und Interkulturellen Bildung auf dem Bildungsportal Niedersachsen.
Darüber hinaus sind in Niedersachen 18 Sprachbildungszentren – Zentren für Sprachbildung und Interkulturelle Bildung – in den Regionalen Landesämtern für Schule und Bildung dauerhaft eingerichtet. Die Sprachbildungszentren beraten und unterstützen Schulen aller Schulformen flächendeckend und bedarfsgerecht in den Bereichen durchgängige Sprachbildung als Aufgabe aller Unterrichtsfächer, Sprach(intensiv)förderung, Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenzen. Sie kooperieren eng mit anderen Beratungssystemen im Geschäftsbereich des Niedersächsischen Kultusministeriums sowie mit Kommunen, Bildungsregionen und anderen Akteuren im Bereich sprachlicher oder interkultureller Bildung.
Mit der gesetzlichen Verankerung der alltagsintegrierten Sprachbildung und Sprachförderung als Bildungsauftrag sind außerdem alle Kindertagesstätten in Niedersachsen verpflichtet, die Sprachentwicklung aller Kinder zu beobachten, zu dokumentieren und gezielt zu fördern. Dabei stehen die sprachliche Entwicklung sowie die kommunikativen und interaktiven Fähigkeiten jedes Kindes im Mittelpunkt. Bei festgestelltem besonderem Sprachförderbedarf erfolgt eine individuelle und differenzierte Förderung auf Grundlage des pädagogischen Konzepts.
Weitere Informationen: Sprachbildung und interkulturelle Bildung: Portal Sprachbildung und Interkulturelle Bildung

